angelika hinterbrandner

Architektin, Digitale Strategin


Themenschwerpunkt: Raumpolitik geht uns alle an

Twittername: @ahinter_brndnr

Webseiten/Blogs: http://ahinterbrandner.com/ , https://www.instagram.com/ahinterbrandner/ , https://www.linkedin.com/in/ahinterbrandner/

Sprache/n: Deutsch, Englisch

Stadt: Berlin

Land: Deutschland

Themen: smart city, architektur, feminismus, wohnungspolitik, arbeitsbedingungen in der architektur, architektur kommunikation, bodenpolitik, digitalisierung in der architektur, urbanismus

Ich biete: Vortrag, Moderation, Beratung, Interview

  Ich bin bereit, für eine Veranstaltung zu reisen.

  Ich bin bereit, für gemeinnützige Zwecke kostenfrei zu sprechen.

Persönliche Anmerkung:

Meine Vision ist die Stadt für alle. Als Architektin stecke ich in einer Branchenkrise. Anstatt große Visionen für die Zukunft zu entwerfen, ernüchtert die Arbeitsrealität: Entwerfen für das 1% der Bevölkerung, das es sich leistet eine hübsche Fassade gestalten zu lasen. Dabei ist der gebaute Raum der uns umgibt hoch politisch für jede*n von uns: steigende Mieten und Wohnungsnot, zunehmende Privatisierung von öffentlichem Raum—you name it. Der Datengetriebene Optimierungsdruck der großen Real Estate Player lässt Bürger*innen zu User*innen werden. Oft regt sich erst dann Widerstand, wenn große Bauvorhaben bereits anlaufen (vgl. Quayside Toronto, Google Sidewalk Labs). Aufmerksamkeit und öffentliches Bewusstsein sind nötig, um neue raumpolitische Strategien für und mit der Gesellschaft in demokratischen Prozessen der Teilhabe weiterzuentwickeln. Wie soll deine Stadt der Zukunft aussehen?

Biografie:

Angelika Hinterbrandner studierte Architektur an der TU Graz und der Chinese University of Hong Kong. Sie arbeitete u. a. bei MVRDV, Buchner Bründler Architekten und als Projekt- und Studienassistentin an der TU Graz. 2018–19 war Sie redaktionelle Mitarbeiterin bei ARCH+. Seither arbeitet Sie für Brandlhuber+ und studiert parallel Leadership Digitale Innovation an der UdK Berlin. Neben sozialen wie politischen Aspekten der Architektur liegt Ihr Fokus auf aktuellen Tendenzen in Technologie und Kommunikation.

Vorträge / Referenzen:

Architecture as an Argument | Ein Haus... FHNW Basel

Architecture as an Argument
Im Gegensatz zu einem objekthaften, bildorientierten Denken von Architektur – bei dem Gebautes als alleinstehendes Objekt betrachtet wird – verstehen wir Architektur als die kritische Auseinandersetzung mit den Rahmenbedingungen.
Wir glauben, dass durch argumentatives Denken und Handeln in der Architektur, Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit, wie auf Probleme unserer Praxis gefunden werden können. Entwickelte und realisierte Projekte dienen als Argument in der Praxis und ermöglichen einen kritischen Diskurs.
Die Argumente beziehen ihre Gültigkeit aus ihrer Realisierung und werden zu Präzedenzfällen, die einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich, entwicklungs- und nachahmenswert sind. Architektur wird als proaktive Ermöglichung von Gespräch und kritischem Diskurs verstanden.

__
Architekturvortrag Institut Architektur FHNW Ein Haus … ist eine Vortragsreihe, in deren Rahmen Bau­werke umfassend vorgestellt werden. Dadurch werden die unterschiedlichen Auffassungen der Architektinnen und Architekten erkennbar. Die Schwerpunkte der Betrachtung sind verschieden; sie reichen von städtebaulichen Prämissen bis zu konstruktiven Herausforderungen, von histo­rischen Referenzen bis zu sozialen Ambitionen.

Thema WOHNEN Im Wohnen widerspiegelt sich der politische und soziale Wandel unserer Gesellschaft. Die Erwartungen an die Wohnräume von heute sind vielfältig und widersprüchlich; sie sollen sich sowohl zum Leben wie auch zum Arbeiten eignen, Privatraum schaffen und Gemein­schaft bilden, räum­lichen Reichtum erzeugen bei knapp gewähltem Zuschnitt, eigenständig im Ausdruck sein und einen bewussten Umgang mit Material pflegen.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Politics of Space and Data

What are smart cities anyway? What is the real and virtual capital of the city of the future? – For urban planning, the issue of data mining and data ownership have become just as relevant as land ownership. The discourse spinning around smart cities is anything but new, and still there are only a few planners actively taking part in the discussions around this very topic. Instead we see big corporations rolling out their plans for urban smartness. Google, Microsoft, Cisco, Airbnb and many others have long since stopped contenting themselves with the commercialisation of all social activities; now they are investing in real estate and land.

What are the planning practices that are the backdrop of the developments we are currently witnessing? How do we deal with space and data as planning resources? And what role do architects and urban planners play (at all) in the digital society? Have architects become obsolete?

Dieser Vortrag ist auf: Englisch
BERLIN, BODEN UND BESITZ

Wie konnte es ausgerechnet in Berlin, der Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten und Freiräume, zu einem so dramatischen Anstieg von Mieten und Mangel an bezahlbarem Wohnraum kommen? Nach dem Berliner Mauerfall schien durch die Zusammenführung von Ost-und Westteil der Stadt die Raumressource unerschöpflich, doch investorenfreundliche Stadtplanung, Bodenspekulation und massive Privatisierungswellen begünstigten eine Stadtpolitik des Ausverkaufs.

Für die Gegenwart und Zukunft stellen sich die Fragen: Wie lässt sich die Wohnungsfrage bearbeiten? Wie kann das erneuerte Bewusstsein für die Sozialpflichtigkeit des Eigentums, wie es aktuell in Politik und Zivilgesellschaft diskutiert wird, manifest werden?

__
Modell Berlin
ist ein fortlaufendes Medienkunstprojekt mit dem Ziel, die Struktur der Metropole mit künstlerischen Mitteln zu analysieren. Insbesondere steht die kulturelle Produktion Berlins im Fokus. Die Analyse findet über die Umsetzung bestimmter Phänomene in künstlerische Vorgänge statt: literarisch, installativ, musikalisch, filmisch, performativ.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
Z2X20 | Wie sieht eine Stadt der Teilhabe aus?

Steigende Mieten, Wohnungsnot, zunehmende Privatisierung von Raum und damit immer weniger öffentlich zugängliche Flächen, die von allen gestaltet werden können - Städtebau ist hochpolitisch. Die Architektin Angelika Hinterbrandner hat eine Version: eine Stadt für alle. Wie wird Raumpolitik gemacht? Welche Werkzeuge, Regeln und Gesetze gibt es, um diese zu verstehen, beschreiben und mitzugestalten? Was verbirgt sich hinter dem Buzzword „Smart City“ und wie verändert die Digitalisierung gebauten Raum? Was bedeutet es heute, in solche einem Umfeld Architektin zu sein? Wie kann eine gerechte Stadt der Teilhabe entstehen und wie sieht sie aus?
Frag Angelika alles!

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch
ARCH+ features: Posthumane Architektur – How do we want to live together?

On the occasion of the release of 0215 ARCH+ Posthumane Architektur, this event took place at the Arch_Tec_Lab of the Institute of Technology in Architecture (ITA) at ETH Zurich. Diana Alvarez-Marin, Michaela Friedberg, Hannes Grassegger, and Nina Zschocke discussed the role of the architect in light of technology companies that are advancing into the field of architects and planners with algorithm-driven post planning.
Moderated by Angelika Hinterbrandner.

Dieser Vortrag ist auf: Englisch
GEMEINSAM WOHNEN ERFORSCHEN – DAMALS. HEUTE. MORGEN.

Die Veranstaltung widmete sich gemeinschaftlichen Wohnformen und Partizipation in der Architektur.
Nach der offiziellen Vorstellung zweier themenbezogener Bücher, diskutierten wir Erkenntnisse und Potentiale für zukünftige Entwicklungen mit Expert*innen aus Forschung und Praxis.

An diesem Abend veröffentlicht und präsentiert werden:

Andrea Jany: Experiment Wohnbau - Die partizipative Architektur des Modell Steiermark, jovis 2019.
Als Alternative zum normierten Massenwohnungsbau der Nachkriegsjahre entwickelte sich in den frühen 1970er Jahren eine eigenständige Typologie im steirischen sozialen Wohnbau.
Andrea Janys Monografie schildert erstmals die historisch-gesellschaftliche Entstehungsgeschichte, stellt 28 Wohnbauprojekte vor und bewertet sie anhand einer Wohnzufriedenheitsbefragung aus heutiger Nutzersicht.

wohnlabor: gemeinsam wohnen gestalten, HDA 2019.
Das wohnlabor gestaltete im Rahmen des Architektursommers 2018 eine bunte und intensive Woche mit dem Ziel, zu erkunden, wie wir als Gesellschaft in Zukunft wohnen wollen. Die Erkenntnisse aus dem Workshop mit BewohnerInnen und den Gastbeiträgen von ExpertInnen aus Forschung und Praxis zeigen, wie Leben in Gemeinschaft gelingen kann. Das Buch skizziert anhand konkreter Beispiele die Vielfalt des Wohnens und regt an, die Gestaltung unserer Wohn- und Lebensräume gemeinsam in die Hand zu nehmen.

Dieser Vortrag ist auf: Deutsch