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Franziska Haug

Franziska Haug
(Queer)Feminismus,Kapitalismus
Meine Biografie:

Franziska Haug hat Germanistik, Soziologie, Kunstpädagogik, Philosophie und Geschlechterwissenschaften studiert. Ihre Magistra-Arbeit schrieb sie zur "Ästhetischen Produktion von Geschlecht bei Lady Gaga".
Sie hat als Lektorin in der deutschsprachigen Literatur im S. Fischer Verlag gearbeitet. Aktuell ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Literaturwissenschaft an der Uni Frankfurt und promoviert zu ästhetischen Verfahren der Produktion von Geschlecht durch Arbeit.
Sie ist aktiv an der Schnittstelle von Queerfeminismus, feministischer Bewegung und Marxismus, Antikapitalismus, Materialismus. Sie erforscht dies vor allem in der Popkultur, der zeitgenössischen Literatur und politischen Bewegungen. Weitere Arbeitsfelder sind der Zusammenhang von Antisemitismus und Geschlecht, insbesondere am Beispiel aktueller Entwicklungen in der LGBTQI* Szene.

Meine Vorträge / Referenzen:

Hier wird begraben ein Körper, der mich unter sich begraben hat“. Die Produktion von Geschlecht durch Arbeit bei Thomas Braschs „Lovely Rita“

Vortrag im Rahmen des Kongresses "Kritische Theorie und Feminismus" im Februar 2019 in Frankfurt am Main
Abstract:
„Das Weibliche ist eine Form“, schrieb Silvia Bovenschen 1979 und formulierte damit einen entscheidenden Aspekt für diejenige kritischeTheorie des Geschlechts und der Gesellschaft, die um eine Vermittlung von materialistischen/differenzfeministischen und
poststrukturalistischen/dekonstruktivistischen Ansätzen bemüht ist. Wenn das „Weibliche eine Form“ ist, dann ist es nicht einfach da, sondern muss stets aufs Neue hergestellt werden. Diese Herstellung ist mit Arbeit verbunden, so eine These des Vortrags. Wenn Geschlecht durch Arbeit produziert wird, dann gilt es die Formen der Produktion genauer zu betrachten, um sich letztlich die Produktionsmittel von Geschlecht anzueignen.

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Queerfeministische Solidarität zwischen Kollektivität und Identität

Artikel: Haug, Franziska: Queerfeministische Solidarität zwischen Kollektivität und Identität. In: Haug, Franziska/Dierker, Lena /Brunner,
Markus u.a. (Hg.): Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft.
Jg. 4, Heft 1/2018. Bielfed 2018.

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Antisemitismus - Nebenwiderspruch feministischer Diskurse?

Vortrag bei der Antifa Neukölln am 11. November 2016

Antisemitismus, Antizionismus und sogenannte Kritik an Israel wird in der letzten Zeit besonders in (queer)feministischen Kontexten laut: Die Petition #aufschrei wurde von etlichen BDS Befürworter*innen unterzeichnet, es werden Witze über „gehäutete Bänker*innen“ gemacht, die Vernichtung von Millionen Jüd*innen als „Repression“ beschrieben und etliche „Pink Washing Israel“ Gruppen kämpfen aktuell weltweit gegen das Existenzrecht Israels.
Woher kommt dieser Hass auf Israel innerhalb weiter Teile der linken Queer-Community? Muss Queerfeminismus, will er seinem Begriff gerecht werden, nicht per se gegen Antisemitismus sein? Dieser These soll anhand aktueller Debatten in dem Vortrag nachgegangen werden.

Artikel dazu in der Broschüre: "(K)eine Diskussion! Antisemitismus in der radikalen Linken: https://keinediskussion.noblogs.org/files/2018/01/K_eine-Diskussion-web.pdf




„You wanna hot body? You better work bitch!“ – Ästhetische Verfahren der Produktion von Geschlecht als Arbeit

Vortrag auf dem X. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik. 14. bis 17.2.2018. Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main: „You wanna hot body? You better work bitch!“ – Ästhetische Verfahren der Produktion von Geschlecht als Arbeit.
Karl Marx konstatiert, dass es „[d]er Hauptmangel alles bisherigen Materialismus [sei], daß der Gegenstand die Wirklichkeit, Sinnlichkeit nur unter der Form des Objekts oder der Anschauung gefaßt wird; nicht aber als sinnlich menschliche Tätigkeit, Praxis; nicht subjektiv.“1
Judith Butler schließt sich diesem Materialismusverständnis an, indem sie „Praxis als sozial verändernde Tätigkeit“ versteht, mit und durch die „der Gegenstand selbst verändernde Tätigkeit [ist].“ 2
Der Gegenstand – ein Körper, Name oder Geschlecht – praktiziert und produziert sich selbst. Das Geschlecht ist also nicht der Effekt einer Konstruktionspraxis, es ist die Praxis der Produktion selbst. Wenn wir Geschlecht in seiner konstruierten und diskursiven Verfasstheit dennoch – oder gerade deswegen – als sinnlich, ästhetisch, polymorph pervers, also ungeheuer-wirklich Materielles verstehen, dann ist es weder ein Effekt der Produktion, noch dessen Voraussetzung. Am Anfang steht die Produktion: „[Die] primär[e] Produktion: Produktion von Produktion.“3
Nach Britney Spears bedarf es, um eine richtige Frau zu sein, Arbeit: “You wanna hot body? You better work bitch! You want a Lamborghini? Look hot in a bikini? You better work bitch!” (Work B**ch, 2013). Rihanna parallelisiert Arbeit mit ihrem sexuellen Empfinden bzw. ihrer erotischen Praxis, indem Arbeiten und „dirty-sein“ gleichzeitig stattfinden: „You see me I be work, work, work, work, work, work. You see me do me dirt, dirt, dirt, dirt, dirt, dirt“ (Work, 2016). Mit Beispielen aus der Popkultur soll herausgearbeitet werden ob, und wenn ja wie, im Kapitalismus eine spezifische ästhetische Produktionspraxis verfolgt wird. Wie sind
die Produktionsverhältnisse beschaffen, in welchen sich Geschlecht herstellt? Welche Form der Arbeit, welche Werkzeuge sind hierbei notwendig? Wo sind die Produktionsstätten des Geschlechts; wer die Leiter*innen der Produktion? Diese Fragen sollen vor der Hintergrund einer Bestimmung queerer, subversiver Ästhetik diskutiert werden. Was kann eine queere Ästhetik der Produktion von Geschlecht sein, wenn unter queer keine Identität, sondern eine Praxis gefasst wird? Eine Praxis, die das ästhetische Verhältnis zur Welt bestimmt; eine Praxis, die mittels der normativen ästhetischen Formierungen gegen dieselben kämpft.

1 Marx, Karl/Engels, Friedrich: MEW 3: Thesen über Feuerbach.
Berlin 1958, S. 5.
2 Butler, Judith: Körper von Gewicht. Frankfurt 1997. S. 344.
3 Deleuze, Gilles/Guattari, Felix: Anti-Ödipus. Frankfurt 1974. S.13




Herausgabe: Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft. Jg. 4, Heft 1/2018

Herausgeber_innenschaft: Haug, Franziska/Dierker, Lena/Brunner, Markus/Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft/Telios, Thomas/Uhlig, Tom (Hg.): Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft. Jg. 4, Heft 1/2018. Bielfed 2018.

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Antisemitismus – ein Nebenwiderspruch in queerfeministischen Diskursen?

Vortrag am 5. Juni 2017 in Oldenburg im Autonomen Aktions- und Kommunikationszentrum Alhambra: https://www.alhambra.de/

Audiomitschnitt: http://zurkritikdesantisemitismus.blogsport.eu/audio-mitschnitte-zur-veranstaltungsreihe-2017/
https://soundcloud.com/user-728566095/franziska-haug-vortrag-antisemitismus-05062017-oldenburg




„You wanna hot body? You want a Bugatti? You want a Maserati? You better work bitch!“ – Zum Zusammenhang von Geschlecht und Arbeit im Kapitalismus.

Es sind komische Zeiten in denen wir leben. Bei Diskussionen mit Freund_innen oder Kolleg_innen kommt es leider nicht selten vor, dass wir uns zwischen Positionen wie „Diskriminierung von Frauen? Gibt`s doch gar nicht mehr“ und andererseits einem antifeministischen Rechtsruck von PEGIDA, AfD und Teilen der bürgerlichen Mitte wiederfinden, die Frauen* am liebsten wieder als Gebärmaschine hinter dem Herd sehen würden. Um es kurz zu sagen: Beides halten wir für Bullshit!
Wir haben mit dieser Veranstaltung vor, ein wenig Licht ins Dunkel zu werfen und uns genauer mit dem Verhältnis von Geschlecht und Kapital bzw. von Patriachart und Kapitalismus zu beschäftigen. Insbesondere die umstrittene Frage, was von beiden denn nun zuerst abgeschafft gehört oder wichtiger zu bekämpfen ist, soll Schwerpunkt dieser Veranstaltung sein.
Dabei möchten wir uns den Bereich der sogenannten (Re)Produktion genauer anschauen und zusammen diskutieren. Franziska Haug wird einen Inputvortrag halteDer Vortrag richtet sich an Einsteiger_innen und Interessierte an der Thematik.
Veranstalter*innen:
DGB Jugend in Kooperation mit dem Jugendbündnis zum 1. Mai




"You wanna hot body? You want a Bugatti? You want a Maserati? You better work bitch!"

Ein Artikel in der Ratsfrau Frankfurt zum Zusammenhang von Arbeit und Geschlecht im Kapitalismus.




Venusstern versus Genderstar. Star Wars oder der gemeinsame Griff nach den Sternen?

Montag 13.3.2017 // 19.30 Uhr // F*BZ, Oskarstr. 1, 01219 Dresden

Der Feminismus befindet sich im Wandel. Stand das Venussymbol - als Zeichen der zweiten Frauenbewegung - für die Frau als weibliches Wesen, das sich in Differenz zum Männlichen versteht, so steht das Sternchen, als Zeichen der Generation des Queer-Feminismus‘, für die Vielfalt aller Menschen – jenseits einer geschlechtsspezifischen Einteilung in Mann* und Frau*. Die Entwicklung des theoretischen Konzepts führt dabei zu heftigen Kontroversen zwischen Frauen und Frauen* (und auch Männern*). Die Veranstaltung lädt Frauen(*) und Männer(*) vom jeweils anderen Stern ein, einen Einblick in den theoretischen und alltagspraktischen Hintergrund des Differenz- bzw. Queerfeminismus zu gewinnen, Unterschiede zu verhandeln, Gemeinsamkeiten zu entdecken und den zugrunde liegenden utopischen Gehalt beider Konzepte gemeinsam zu diskutieren.

mit: Franziska Haug (Frankfurt a.M.) & Prof. Dr. Susanne Maurer (Philipps-Universität Marburg)
Moderation: Katrin Schröter-Hüttich (LAG Mädchen und junge Frauen in Sachsen e.V.)




12. Salongespräche zur Mädchenarbeit: Antisemitismus und Mädchen*arbeit

Antisemitismus und Mädchen*arbeit
07.06.2018 118 Uhr
Museum Judengosse I Battonnstraße 47 1 60311 Frankfurt am Main I www.museumjudengasse.de
Die 12. Solongespräche zur Mädchen*arbeit laden zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema Antisemitismus ein.
Antisemitismus ist in Deutschland ein tief verwurzeltes und strukturelles Problem. Auch feministische Mödchen*arbeit muss sich (selbst-)kritisch mit diesem vielschichtigen Themenkomplex befassen und ist aufgefordert sich der Frage zu stellen, wie sie sich im Kampf gegen Antisemitismus positioniert und aktiv beteiligt!
Inhaltlich werden wir uns der Komplexität des Themas über die Inputs dreier Referent*innen nähern. Einleitend führt Michal Schwartze auf Basis ihrer Erfahrungen und Praxis als queere Aktivist*in, Jüd*in und Lehrer*in in das Thema ein. neben einer begrifflichen Näherung soll es vor allem um die Frage noch Funktionen und Wirkungsweisen antisemitischer Vorurteile gehen und wie sich diese auf den pädagogischen Alltag auswirken. Anschließend wird Franziska Haug
(queerfeministische-linke Aktivist*in und Wissenschaftler*in) den Fokus auf Antisemitismen in queerfeministischen und linken Kontexten richten und neue Formen und Verstrickungen beleuchten. Saba-nur Cheema (Pädagogische Leiterin der Bildungsstätte Anne Frank) wird anschließend über Möglichkeiten kritischer Intervention und Reflexion referieren und die Problematik von antimuslimischen Rassismen in Debatten um Antisemitismus beleuchten.
Daran anknüpfend wollen wir gemeinsam die Relevanz des Themas für die feministische Mädchen*arbeit herausarbeiten und die notwendigkeit von Selbstreflexion und Bildungsformaten diskutieren. Lasst uns zusammen Strategien für eine antisemitismuskritische feministische Mädchen*- und Bildungsarbeit entwickeln.

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[Workshop] Sprache & Geschlecht

Ist eine Sprache denkbar, welche frei ist von geschlechtlichen und sexuellen Diskriminierungen und wenn ja, wie könnte diese aussehen? Ist Sprache dabei vielmehr ein repräsentierendes Abbild der realen Verhältnisse oder ist sie selbst aktiv an der Hervorbringung und/oder Zementierung bestimmter Geschlechterbilder beteiligt? Diesen und ähnlichen Fragen soll im Workshop nachgegangen werden. Er soll für das Thema einer sog. geschlechtergerechten Sprache sensibilisieren und Möglichkeiten des praktischen Umgangs aufzeigen.

Dieser Workshop wurde mit Lehrer_innen einer Frankfurter Schule erstmals im Februar 2019 gehalten.

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