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Franziska Martinsen

Menschenrechte + Demokratie
Meine Biografie:

PD Dr. Franziska Martinsen studierte Philosophie, Politik- und Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin. Sie wurde an der Universität Basel (Schweiz) im Fach Philosophie promoviert und habilitierte sich an der Leibniz Universität Hannover, wo sie die venia legendi für das Fach Politikwissenschaft erhielt.
Franziska Martinsen forscht und lehrt u.a. als Gastprofessorin an der Universität Wien sowie als Vertretungsprofessorin an der Universität Greifswald, an der Universität Kiel und zuletzt am Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik (SOCIUM) der Universität Bremen.

Seit September 2019 ist Franziska Martinsen Fellow am Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“ in Bonn.

Franziska Martinsen ist seit Oktober 2018 Vorstandsmitglied der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) sowie seit September 2017 Sprecherin der DVPW-Sektion Politische Theorie und Ideengeschichte und seit November 2017 Sprecherin der DVPW-Sektion Politik und Geschlecht (Wiederwahl September 2018).

Seit 2014 leitet sie die von der VolkswagenStiftung geförderten Wissenschaftsvermittlungprojekte „Politik trifft Wissenschaft – Wissenschaft trifft Politik“ und „Political Science Goes Public“.

Franziska Martinsens Forschungsschwerpunkte umfassen u.a. Internationale Politische Theorie und Politische Ideengeschichte, insb. Demokratietheorien und Transnationalisierungsprozesse sowie Theorien der (globalen) Gerechtigkeit und Menschenrechtstheorien, Postkoloniale Theorien und Gender Theorien.

Jüngste Publikationen:
2019: Grenzen der Menschenrechte. Staatsbürgerschaft, Zugehörigkeit, Partizipation, Bielefeld: Transcript.
https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4740-2/grenzen-der-menschenrechte/?number=978-3-8394-4740-6

2019: Radikale Demokratietheorie. Ein Handbuch. Berlin: Suhrkamp (hrsg. zus. m. D. Comtesse, O. Flügel-Martinsen, M.Nonhoff).

Meine Vorträge / Referenzen:

Braucht Demokratie Heldinnen und Helden?

Deutschlandfunk, 5.10.2019: Franziska Martinsen vs. Ulrich Bröckling Braucht Demokratie Heldinnen und Helden?

Helden kennen wir aus der Antike, aus dem Kino und der Comicliteratur. In unserer aufgeklärten, demokratischen Gesellschaft sind sie fehl am Platz. Oder vielleicht doch nicht? Könnten Helden helfen, die Krise der Demokratie zu überwinden? Darüber diskutieren Franziska Martinsen und Ulrich Bröckling.

Moderation: Michael Köhler

This talk is in: Deutsch


Das europäische Subjekt der Menschenrechte

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Die heute vorherrschende Menschenrechtskonzeption nimmt ihren Ausgang im modernen europäischen Naturrechtsdiskurs und findet ihren prominenten Niederschlag in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte des Jahres 1948. Die gängige Lesart der Menschenrechte verfehlt dabei deren eigentliche Zielsetzung, allen Menschen auf der Welt gleiche Achtung entgegenzubringen und ihnen gleichen Zugang zu einem selbstbestimmten Leben zu ermöglichen. Mithilfe des extraeuropäischen Blicks soll die „dark side“ der Menschenrechte (Ratna Kapur), die vom Licht des herkömmlichen Erfolgsnarrativs der Menschenrechte überdeckt wird, genauer betrachtet werden.

This talk is in: Deutsch