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Kathrin Ganz

Netzbewegung
Mein Twittername:

@ihdl

Meine Webseiten/Blogs:

http://iheartdigitallife.de

https://ownw.de/kathrin-ganz/

Meine Themen:

hate speech intersektionalität feministische netzpolitik netzbewegung open access netzpolitik

Meine Sprache/n:

Englisch Deutsch

Meine Stadt:

Hamburg

Mein Land:

Deutschland

Meine Biografie:

Kathrin Ganz ist Politikwissenschaftlerin und lebt in Hamburg.

Sie beschäftigt sich mit netzpolitischen Diskursen, politischem Handeln in digitalen Öffentlichkeiten, und ordnet die Auseinandersetzungen um das Internet in gesellschaftliche Zusammenhänge ein.

Ihr Lieblingsaccessoire ist die feministische Brille.

Meine Vorträge / Referenzen:

Diskussionskultur: Himmel und Hölle moderieren

Für Journalisten und Redaktionen ist es eine tägliche Herausforderung: Wie umgehen mit Trollen, Rassismus und Hass im Netz? Und wie müssen Foren und Präsenzen in sozialen Netzwerken organisiert sein, damit die Betreiber aus ihrem Engagement Nutzen ziehen? Wie gehen Betroffene damit um, wenn sie massiven Anfeindungen ausgesetzt sind? Eine Podiumsdiskussion über Abgründe – und die Frage: Wie können Strategien aussehen, damit Nutzermeinungen den Redaktionsalltag bereichern?

Panel auf der Social Media Week Hamburg 2015 mit




Das kleine Digitale und das große Ganze. Internetaktivismus, Netzbewegung und Politik



Das Internet heizt sozialen Wandel an, ermöglicht neue soziale Bewegungen und ist damit auch eine Bedrohung für die herrschende Ordnung. Während Staaten, Sicherheitsapparate und Kapital immer konzentrierter versuchen, gesellschaftlichen Veränderungsdruck durch die Regulierung des Internets in den Griff zu bekommen, sind die sozialen Bewegungen gefordert, den Kampf um das offene Internet gemeinsam zu gewinnen.




Digitale Gesellschaft „for the rest of us“? Perspektiven feministischer Netzpolitik

In der Netzpolitik werden die Weichen der digitalen Gesellschaft gestellt. Schließlich geht es darum, wie und mit welchen Folgen Internet und Digitalisierung gestaltet, genutzt und reguliert werden sollen. Doch egal ob in Parteien und Parlamenten, in der IT-Branche oder in den zivilgesellschaftlichen Organisationen der Netzbewegung: Netzpolitik scheint von den Perspektiven weißer, bürgerlicher Männer mittleren Alters dominiert, die schon früh Zugang zu Computern hatten.

Dabei ist Netzpolitik ein Feld, in dem sich soziale Ungleichheit täglich auswirkt. Ob fehlender Breitbandausbau auf dem Land oder ein ALG II-Satz, bei dem die DSL-Flat nicht drin ist: Die digitale Spaltung ist noch nicht überwunden. Zensur, fehlende Barrierefreiheit, Jugendschutzfilter, die Websites von LGBT-Organisationen sperren, und die neuesten Geschäftsmodelle von profitorientierten Providern, durch die bald nur noch finanzkräftige Kund_innen Zugang zum gesamten Netz haben werden, beschränken den Zugang zu Inhalten. Vorhaben wie ACTA und seine Nachfolger bedrohen die Artenvielfalt, den Zugang zu Medikamenten und die Kreativität im Netz zugleich. Staaten, die in der Lage sind, jeden Schritt im Netz zu überwachen, lassen dystopische Sci-Fi-Szenarien greifbar werden, während eine von Hasskommentaren und Dominanzphantasien geprägte Kommunikationskultur in manchen Räumen des „Sozialen Netzes“ Menschen aktiv aus der digitalen Öffentlichkeit ausgrenzt.

Die digitale Zukunft braucht mehr Perspektiven! Statt in Technikpessimismus zu verfallen gilt es, sich zugewandt und kritisch mit dem Internet und seinen Technologien, mit digitalen Alltagspraxen und Netzpolitik auseinanderzusetzen und Strategien zu entwickeln, wie die digitale Kultur lebenswert für viele werden kann. In einer Studie, die 2012 für das Gunda-Werner-Institut erstellt wurde, beschäftige ich mich mit Perspektiven feministischer Netzpolitik, die das Ziel haben, die emanzipatorischen Seiten des digitalen Lebens zu stärken und die netzpolitischen Kämpfe mit solchen zu verbinden, die für bessere Lebensbedingungen auf der ganzen Welt streiten.




Eine Übersicht meiner Vorträge und Workshops