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Susanne Wosnitzka

Susanne Wosnitzka
Komponistinnen
Meine Biografie:

Nach Ausbildung zur Tischlerin und Möbelrestauratorin Studium der Musikwissenschaft (Universität Augsburg, NF Klass. Archäologie, Europ. Ethnologie/Volkskunde, Kunstgeschichte).

Während des Studiums Entwicklung der eigenen jetzt 15teiligen Vortragsreihe "Komponistinnen und ihre Werke im Spiegel ihrer Zeit" (11.-21. Jh.) - weil in der musikwissenschaftlichen Lehre Frauen keine Lobby hatten/haben: Wie komponier(t)en Frauen? Warum sind ihre Werke kaum in der Öffentlichkeit zu hören? Welchen Anteil daran tragen Musikgeschichtsschreibung und patriarchale Strukturen? Wie haben es diese Frauen "trotzdem" geschafft, ihre Werke zu schreiben und aufzuführen? Wie klang ihre Welt?

Seit 2010 freischaffend tätig, u. a. wissenschaftliche Beirätin Dt. Mozart-Gesellschaft, im Vorstand von musica femina münchen e. V., Doktorandin, freie Mitarbeit im Archiv Frau und Musik Frankfurt/Main (Redaktion/Lektorat der Zeitschrift "VivaVoce", Führungen), Stadtführungen in Augsburg zur FrauenMusikKulturGeschichte. Spezialistin für Augsburger Musikgeschichte v. a. des 18. Jahrhunderts.

Weiterer Schwerpunkt: Lesbische Geschichte/Feminismusgeschichte mit ebenfalls eigenen Vorträgen dazu.

Spezialität: Vorträge, Wieder-glänzend-Machungen, "Befrauung" der Wikipedia (eigene Artikel und etliche Verbesserungen), Durchführungen von Edit-a-thons, Konzertmoderation etc.

Meine Vorträge / Referenzen:

Interview 2015 mit der Gerda-Henkel-Stiftung

Interview mit mir: "Hildegard von Bingen schrieb z. B. das erste bekannte Singspiel der Welt (Ordo virtutum) – dass man im 17. und 18. Jahrhundert vor allem wegen der hervorragenden Mädchenorchester nach Venedig reiste, wird ebenfalls [in der Musikgeschichte] kaum erwähnt. Antonio Vivaldi bildete viele der Mädchen aus den legendären Waisenhäusern zu Komponistinnen aus. Eine davon, Anna Bon di Venezia, wurde von Wilhelmine von Bayreuth – eine Schwester des "Alten Fritz" – an ihr Hoftheater nach Bayreuth engagiert. Wilhelmine komponierte selbst, war Regisseurin und Sängerin und schrieb sich ihre Rollen auf den Leib (ihr Theater ist heute UNESCO-Welterbe). Ohne die Klaviere der Instrumentenbauerin Nannette Stein hätte Beethoven seine besten Werke für Klavier wohl nie so geschrieben. Dass das Wort "Instrumentenbauerin" von Word gerade rot unterkringelt wurde, spricht auch für sich." Weiterlesen im Link ;)




Interview

Interview des Kunstprojekts "what if" von Prof. Dr. Barbara Lüneburg




Die Löwinnen von Paris - Frauen in Hosen an vorderster Front

Für diesen Vortrag öffne ich abermals meine Schatzkiste an Wissen mit absolut neuen Erkenntnissen aus historischen Zeitungen zu Frauen in Hosen – darunter auch Lesben – aus der Zeit zwischen 1750 und 1850. Ich entblättere bislang unveröffentlichtes Material zu Heldinnen auf Schlachtfeldern, Frauenarmeen um 1800 in Europa, Vorkämpferinnen der Frauen(wahl)rechte in völlig neuer Facette.

Darunter waren die "Löwinnen von Paris", die selbstbewusst neue feministisch-modische Zeichen setzten, von der Justiz angeprangerte Frauen lautstark unterstützten, gesellschaftliche Tabus brachen und untereinander bestens vernetzt waren.

Von Petitionen um 1830, die gegenderte Sprache forderten! Von großen Frauendemos in England bereits 100 Jahre vor der Suffragettenbewegung! Feministisch-lesbische Subkultur, die salonfähig wurde. Was hatte George Sand damit zu tun?

This talk is in: Deutsch


Gebloggt

...z. B. zu Annette von Droste-Hülshoff als lesbische Frau, Komponistin und Autorin der Grimmschen Märchen von Schneewittchen und Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen. Ich lasse mich immer wieder gerne von Begegnungen, Eindrücken und Reisen inspirieren und gehe leidenschaftlich Spuren von Frauen in der Geschichte nach. Mit meiner Spürnase gelingen mir auch ab und zu Entdeckungen, nach denen schon hunderte Jahre angestrengt gesucht wurde...




Das Archiv Frau und Musik - Juwel der Archive

Als Gastbloggerin für jourfixe münchen über einen unglaublich bereichernden Ort, das Archiv Frau und Musik in Frankfurt/Main und dessen Schätze gebloggt - ältestes, größtes und bedeutendstes Archiv zu Musik von Frauen weltweit mit Werken von über 1.800 Komponistinnen aus 52 Ländern vom 9. (!) bis ins 21. Jahrhundert - dazu rund 25.000 Medieneinheiten. Ein Kulturgedächtnis der Menschheitsgeschichte. Zauberhaft.




Konferenz-/Konzertorganisation



Als Mitvorstandsfrau des Vereins musica femina münchen bereitete es mir großes Vergnügen, eine ganze Konferenz von Anfang an mit auf die Beine zu stellen: Und sie komponieren, dirigieren doch! war der trotzige Titel eines zweitägigen Events in München, zu dem fast 100 Personen aus dem In- und Ausland angereist kamen, um zum Stand der Frau im Musikbusiness zu diskutieren, sich zu vernetzen und sich gegenseitig zu inspirieren. Krönender Höhepunkt war ein Konzert im Herkulessaal der Residenz München mit einem extrem selten gespielten Werk, der frühest bekannten Oper aus der Feder einer Frau, performt vom belgischen Huelgas-Originalklang-Ensemble.




Referenzen - O-Töne

"Ich bin jedes Mal wie weggepustet von Deiner Arbeit und von Deinem unglaublich großen Wissen und der ungeheuren Zuwendung zu lesbischer Geschichte und zu Frauengeschichte, die dahinter steht. Eine Inspiration und ein Leuchtturm, ein weithin sichtbarer Turm in Christine de Pizans Stadt der Frauen." – Facebook-Followerin

"One of the Powerful Woman | #WhatIfMM submissions that caught our attention in a big way was a photo that musicologist Susanne Wosnitzka submitted, which depicted not only herself but a pioneering woman conductor and the name of a renowned woman composer. We interviewed her to get some background about her submission, as well as her take on identity, and what she thinks makes a powerful woman." – Clio Montrey (composer, social media strategist) | Barbara Lüneburg (project leader, research, composition and violin)

"I am very happy to learn about you and your work. I was fascinated to read your article about the Archiv Frau und Musik. Your use of the language is very beautiful and poetic. Thank you for your important work." – Dr. Liane Curtis, Brandeis University (Massachusetts/USA, Women's Philharmonic Advocacy)

"Keep up your good work" ... "I never knew about women composers of this time period" ... "I find it incredibly sad that I never thought to ASK about women composers. I actually never considered that they even existed!! I feel very humbled by this." ... "Thank you for fighting for the women composers in our history. It really really makes me angry how the 'status quo' has not only erased women's contributions in our world history, but continues to do so even in 2015" – Facebook-Follower

"Deine Facebook-Posts, die sich vergessenen oder wenig beachteten Frauen widmen, finde ich sehr schön. Sie erweitern Bewusstsein und Argumentationsgrundlagen in bestimmten Bereichen. Danke." – Eine Leserin meiner Facebook-Blogs

"Susanne Wosnitzkas Stadtführung Das Marktwesen in Augsburg – gestern und heute ging mir nicht nur unter die Haut, sondern berührte auch mein Herz und meine Seele als Mensch und als Frau" – Andra von Avalon, Künstlerin

"Bravo à vous et à toute vôtre équipe pour cette organisation parfaite, chaleureuse, vivante et ouverte. C'est une réalisation remarquable, innovante et si importante pour toute cette belle et talentueuse jeunesse!" – Prof. Suzanne Gessner (Paris), Violinistin und Jurorin, über meine Arbeit als Leitungsassistenz beim 8. Internationalen Violinwettbewerb Leopold Mozart 2013

"Fabelhafte Ausstellung zum Thema Augsburger Musikgeschichte zur Mozartzeit im Goldenen Saal im Augsburger Rathaus" ... "Es war eine Wonne, Frau Wosnitzka bei der Führung zuzuhören" ... "Sollte es öfter geben oder ständig ausgestellt werden" – Gäste des Symposiums Mozart interpretiert – interpretiert Mozart! zur feierlichen Semestereröffnung der Universität Augsburg, 30. Oktober 2012

"Vielen Dank für die vielen mir bislang unbekannt gewesenen Komponistinnen! Die Seminare waren anregend und haben mir großen Spaß gemacht!" ... "Total schön und sehr inspirierend...fabelhaft vorbereitet!" ... "kurzweilig gestaltet...Susanne Wosnitzkas erfrischende Art und ihr Enthusiasmus ohne geistige Kniefälle vor dem 'Genius' waren eine wahre Freude!" – Studentinnen der Frauenakademie Ulm, 2012

"Der Vortrag von Susanne Wosnitzka zur Komponistin Ethel Smyth war eines meiner persönlichen Highlights" ... "Von Inhalt, Aufbau und Art der Präsentation her das Professionellste, das ich seit Jahren erlebt habe – ein wahrer Höhepunkt – genial!" – Besucherinnen des LFT Nürnberg, 25. bis 28. Mai 2012




Wiki-Artikel Lili Boulanger

Als Wiki-Autorin, die bereits einen Edit-a-thon in Ansbach durchgeführt hat, verbesserte ich diesen zuvor unscheinbaren und schlecht recherchierten Artikel. Jetzt um Welten besser - Lili Boulanger, bedeutendste Vertreterin des frz. Impressionismus, deren oft verkannte Schwester Nadia die westliche klassische Musikszene geprägt hat wie kein(e) andere(r). Ohne sie keine Tangowerke von Piazzolla!




Von Suffragetten und Frauenwahlrechtskämpfen

Vortrag
Gehen Sie mit mir auf Zeitreise – über eine der ganz frühen Feministinnen des Mittelalters - Christine de Pizan mit ihrer Stadt der Frauen - über die Zeit der Renaissance, in der Komponistinnen eigenständig ihre Werke herausgaben, über die Zeit der Aufklärung, den feministischen Schriften von Sophie von La Roche bis hin zu einzelnen Frauenbewegungs”herden” in Frankreich und England, die bislang unbekannt waren und durch meine Forschungen wieder ans Tageslicht kamen. Wie arbeiteten die Frauen international zusammen? Von Frauenkongressen und Aktionszentren, von Petitionen und gezielten Krawallakten und größtmöglicher Lästigkeit.

Vortrag zu einzelnen Suffragetten
Ethel Smyth in ihrer Münchner Zeit – eine musikalische Zeitreise
Ethel Smyth (1858-1944) studierte in Leipzig Komposition. Als Privatschülerin von Heinrich von Herzogenberg lernte sie auch bei Brahms und Tschaikowsky. 1889 lebte sie für einige Zeit in München, die Verliebtheit in eine Frau und das Münchner Barock inspirierten sie dort zu ihrer großen "Messe in D". Um 1910 kämpfte sie mit Emmeline Pankhurst für die Rechte der Frauen an vorderster Front, lernte Virginia Woolf kennen, setzte Marksteine mit ihren Opern und Kammermusikwerken und auch als Autobiografin. Der zuletzt gehörlosen "Felsensprengerin, Brückenbauerin und Wegbereiterin" in ihrer Münchner Zeit ist dieser Vortrag gewidmet.
Dieser Vortrag lief bereits erfolgreich mehrere Male in München (u. a. Münchner Stadtmuseum) sowie in zahlreichen weiteren Städten (Wien, Nürnberg, Frankfurt etc.)




Vilma Weber von Webenau - verwehte Spuren?

Erste große Würdigung von Leben und Werk Vilma von Webenaus der Neuzeit:
Donnerstag, 17. Mai 2018 | 19 Uhr | Schlosstheater Schönbrunn | Wien
Veranstalter*innen: IDAHOT Wien, QWIEN, Primavera Festival, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Anlässlich des IDAHOT Day 2018, des Internationalen Tages gegen Homo-, Trans- und Biphobie, gaben Studierende und Unterrichtende der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) ein Festkonzert mit ihren Werken. Susanne Wosnitzka begleitete den Festakt mit einem einführenden Vortrag zu Leben und Werk.

Vilma Weber von Webenau – verwehte Spuren?
Mittwoch, 3. Dezember 2014, 19.30 Uhr, Sammlung Musik
Vortrag von Susanne Wosnitzka M.A., Musikwissenschaftlerin (mfm)

Eine Kooperation der Sammlung Musik (Stadtmuseum München) mit musica femina münchen e.V. (mfm), gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Die Lebensspuren einer äußerst bescheidenen Frau wiederzufinden, ist nicht einfach. Ab 1898 studierte Vilma Weber von Webenau (1875-1953) in München beim damals erst 26jährigen Arnold Schönberg als dessen erste Privatschülerin. Auf seine Einladung folgte sie ihm um 1900 nach Berlin und Wien, wo sie später in drückender Armut starb. Von Schönberg als wichtigste Komponistin ihrer Zeit hochgeschätzt, ist ihr Name heute in keiner einzigen Schönberg-Biografie zu finden. Puzzlestück für Puzzlestück zusammengetragen ergibt sich – vorsichtig gezeichnet – ein Bild mit Potenzial zu Großem: mehr als 100 Werke harren in Wien ihrer Entdeckung! Dieser Vortrag zeigt auch, mit welch archäologischer Akribie in einem solchen Fall vorgegangen werden muss. Mit vier Werken Webenaus beginnen wir, diesen unglaublichen Schatz zu heben: sie erklingen rund 80 Jahre nach ihrer Entstehung vermutlich als deutsche Erstaufführung.

This talk is in: Deutsch